Die Provinzhauptstadt Halifax erscheint auf den ersten Blick sehr verschlafen und sogar die Einheimischen, sie nennen sich Haligonians, behaupten, dass nur Dank den vielen Studenten etwas los ist und deshalb irgendwo immer eine Party stattfindet. Beim genaueren Hinschauen hat aber auch Halifax, neben der äusserst interessanten Geschichte, einiges zu bieten.

Am ersten Tag haben wir vor allem die Waterfront inspiziert, ein Fussgängerbereich der beinahe die ganze Länge von Halifax abdeckt. Hier ist einiges los, es gibt kaum etwas, was nicht verkauft wird und neben den vielen kleinen Shops finden wir auch eine Brauerei und eine Markthalle. Zudem gibt es in Wassernähe mehrere Museen mit den Themen über die Explosion in Halifax, dem Untergang der Titanic, über die Marine und ihre Schifffahrt und vieles mehr.

Ich kann es nicht genau erklären, wir haben beide das Gefühl, das Halifax ein merkwürdiger Ort ist. Irgendwie gelähmt und doch freundlich und aufmerksam, irgendwie veraltet und doch hat es etwas jugendliches, irgendwie traurig aber doch bunt und lustig, wir verstehen es nicht ganz und wir können uns nicht entscheiden, ob dies ein Ort ist, den man unbedingt gesehen haben muss. Vielleicht hängt es einfach damit zusammen, dass sich Halifax einige Male aufrappeln musste, sich zwar erholte, aber trotzdem nie mehr an die früheren Erfolge anknüpfen konnte.

Wir sind gespannt, was der nächste Tag bringt und ob wir Halifax besser verstehen.

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