Kategorie: Grossstadtleben (Seite 3 von 5)

Was geht … ?

DSC01189Rund um unser Haus campieren die Menschen auf der Strasse, es scheint, sie stehen für etwas an. Auf einem Strassenschild sehen wir, dass eine der grösseren Strassen für das kommende Wochenende gesperrt wird. Wir wissen, dass an der Church Street vom 20. bis 29. Juni die WorldPride Party stattfindet, aber warum dann die Queen Street sperren und was sollen die Road Crew Maschinen?

Und dann finden wir gleich um die Ecke den roten Teppich und diverse Bühnen die aufgebaut werden.

Was wird das sein? Das müssen wir herausfinden!

Toronto Islands – noch ein Paradies

Mittlerweile hat sich hier alles verwandelt. Es ist warm geworden und die Stadt zeigt sich in einem prächtig grünen Kleid, das ist die richtige Zeit um die Toronto Islands zu besuchen. Im Gegensatz zu Boston wurde hier weder der Hafen noch die Inseln von Hand gebaut. Der Naturhafen und auch die Toronto Islands haben sich durch Sedimentation herausgebildet. Toronto hätte auch keine nennenswerten Erhebungen, die man oder eben Mann hätte abbauen können. Der niedrigste Punkt liegt am Ufer des Ontariosees auf 75 Meter und der höchste Punkt nahe der York University im Norden der Stadt auf 270 Meter über dem Meeresspiegel. Trotzdem und um fair zu bleiben, man hat scheinbar auch hier die Inseln durch Landgewinnung verbreitert.

Zuerst aber noch ein paar Worte zum See. Da der Ontariosee von den vielen umliegenden Flüssen und Bächen gespiesen wird, verfügt er zu jeder Jahreszeit über genügend Wasser. Es hat soviel Wasser, dass die Stadt mit Seewasser versorgt werden kann und dies spürt man im Vergleich zu anderen Grossstädten, den das Hahnenwasser schmeckt kaum nach Chlor. Zudem ist die Wassertemperatur am Grund des sehr tiefen Ontariosees das ganze Jahr nur rund 4°C und lässt sich deshalb prima zur Kühlung der Bürogebäude in der Innenstadt verwenden (dazu gibt es ein hier speziell entwickeltes Verfahren – das war mir dann aber zu technisch 😉 ).

Mit der Fähre ging es also auf den östlichen Teil der Inselgruppe (zur Erinnerung, im Westen befindet sich der Billy Bishop Airport). Wunderschön die Skyline von Toronto, idyllisch, ruhig, sauber und penibel gepflegt die Insel. Die Inseln sind übrigens überwiegend als Parklandschaft angelegt und gehören zum Stadtteil Old Toronto, da sie sozusagen dem Zentrum von Toronto vorgelagert sind.

Und hier wie gewohnt ein paar Impressionen:

Metropole und Sandstrand

Zurück in der Grossstadt ist es Zeit der Familie die Metropole „life“ zu zeigen. Hier gibt es aber nicht nur Wolkenkratzer und Shopping-Zentren, sondern auch eine richtig schöne, lange Uferpromenade und sogar einen riesigen Strand mit feinem Sand, der hier in Hülle und Fülle vorhanden ist. Ach ja, hier wird sogar der Strand als Park bezeichnet. Der Strandbereich besteht aus mehreren Parks (Woodbine Park, Woodbine Beach Park, Ashbridge’s Bay Park und dem Beaches Park) und man weiss nicht genau wo der eine Park endet und der andere anfängt.

Wenn man hier ist, ist es aus meiner Sicht ein „must“ an den Strand der Torontonians zu fahren. Nach einer etwa 25-minütigen Fahrt erreichen wir den Woodbine Beach Park. Am Rand des Parks gibt es eine Spur für die Rad- und Rollerblade-Fahrer, einen Pfad für die Spaziergänger und am Strand selbst, ich weiss nicht wie viele Netze für die Beach Volleyball Spieler. Bei schönem Wetter pendeln die Stadtbewohner mit ihren Kühlboxen an diesen Strand und verbringen mit Picknick, Spiel und Schlafen ihre freie Zeit. Es ist ein Paradies und dies nur ein Steinwurf vom Stadtzentrum entfernt. Allerdings, einen winzigen Haken gibt es. Alkohol ist hier verboten. Es nützt auch nichts, wenn man das Bier in einen Papiersack hüllt, die Polizei verteilt auch in diesem Fall eine Strafe. Also, wenn Alkohol, dann nur in einem der Restaurants am Rande des Parks.

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Maple Leaf Forever

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Über diesen Park bin ich per Zufall gestolpert. Ich weiss nicht ob es sich hier einfach um das Ahornblatt handelt, quasi als das Symbol der Kanadier oder ob es ein Park zur Ehrung des Eishockey Teams Toronto Maple Leafs ist – wie auch immer: Maple Leaf Forever 🙂 .

Jöh und huch ein Bär

Ich weiss, manche können sie nicht mehr sehen, diese kleinen, flinken und verspielten Eichhörnchen. Trotzdem, weil sie so herzig sind noch einmal ein paar süsse Bilder 😮 .

Eines Abends aber, auf meinem Heimweg, habe ich im dunkeln etwas rascheln gehört. Was war das? Es klang nach Plastik und schmatzen. Tatsächlich sass da auf dem Tisch einer Veranda ein Bär, ein Waschbär. Er hat irgendetwas zum fressen gefunden, das in einer Tüte steckte. Ganz schön frech, sich an fremden Nahrungsmittel zu sättigen. Dafür konnte ich in aller Ruhe meine Kamera auspacken und ihn abblitzen. Hab mich aber nicht ganz nahe an ihn heran getraut, da ich gehört habe, dass sie nicht ganz so harmlos sind wie sie aussehen. Ihr Lebensraum soll in erster Linie der Wald sein, oft leben sie auch in der Nähe von Gewässern. Na ja, das mit dem Wald passt nicht ganz, dafür ist der Lake Ontario ganz in der Nähe 😉 . Aufgrund ihrer Anpassungsfähigkeit leben sie scheinbar auch zunehmend auch in Bergwäldern, Salzwiesen und urbanen Gebieten. Ja, das stimmt dann schon eher.

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ÖV Rubbelkarten

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Wer hätte das gedacht! Fast täglich benutzte ich die ÖVs. Das Angebot ist perfekt und die Pünktlichkeit fast genauso wie in der Schweiz, wenn nichts dazwischen kommt 😉 . Im Grossen und Ganzen aber sind die Verkehrsmittel sauber und auch zuverlässig.

Die ÖVs bestehen hier aus Metro, Tram, Bus und einer Stadtbahnlinie und werden von der TTC (Toronto Transportation Commission) betrieben. Toronto besitzt nach New York City und Mexiko-Stadt das drittgrösste öffentliche Nahverkehrssystem Nordamerikas. Die U-Bahn besteht aus zwei Hauptachsen, Nord-Süd- und West-Ost-Bound, sowie zwei kleineren Anhängsel im Norden und Osten. Die 11 Tramlinien und rund 150 Busrouten sind überwiegend rasterförmig angeordnet, was das Ganze sehr einfach macht.

Angeboten werden Tages-, Wochen-, Monats- und Jahreskarten, wobei die Tageskarten Rubbelkarten sind, wo man einfach den jeweiligen Tag aufrubbeln muss. Diese sind unter der Woche für 2 Personen, am Wochenende und an Feiertagen für 1 Person gültig. Die Wochenkarte gibt es nur gültig von Montag bis Sonntag und die Monatskarte startet immer am ersten des Monats. Je nachdem wie die Tage liegen, darf man also beim Rubbelspass mitmachen 😮 oder man kauft sich Tokens für Einzelfahrten. Besonders ist auch, dass die Richtungen (vor allem bei der  Metro, mein aktuelles Hauptverkehrsmittel) nicht mit den Namen der Haltestellen angeschrieben sind, sondern mit South-, Nord-respektive East-, West-Bound. Wenn ich also in Richtung Union Station (Hauptbahnhof) will dann muss ich South-Bound wählen, egal von welcher Seite ich komme. Das bedeutet man muss einerseits wissen wo man genau auf der jeweiligen Strecke ist und dann noch in welche Himmelsrichtung man reisen möchte, um in die gewünschte Richtung zu fahren. Mittlerweile habe ich das total im Griff, ich kann sogar sagen, dass ich mich hier besser mit den ÖVs auskenne als in Zürich (shame on me).

Ach ja und beim Hauptbahnhof darf man ohne gültigen Fahrausweis eine bestimmte Zone nicht überschreiten. Ist also nix mit „winki winki“ und rührenden Szenen auf den Perrons.

 

Cherry blossom festival

Endlich war es soweit. Die Blüten der Bäume zeigten sich und das Cherry blossom festival im High Park konnte beginnen. Leider hat es genau in dieser Zeit, sowohl am Tag als auch in der Nacht, so stark geregnet, dass die Pracht gar nicht erst richtig aufblühen konnte und bereits nach 2-3 Tagen schon wieder vorüber war.

Die grösste Freude hatte ich deshalb nicht an den Blüten, sondern an einem blitzschnellen Streifenhörnchen. Ich hab ihn aber erwischt! Zum Glück mochte das hungrige, kleine Kerlchen getrocknete Aprikosen 🙂 .

Spadina Quay Wetland

DSC00901Zuerst wollte ich es nicht glauben als ich es sah, aber es ist wirklich wahr. Am Rande der Innenstadt und der Habourfront habe ich ein kleines Feuchtgebiet mit Biotop entdeckt. Auf den ersten Blick sah es aus wie ein ungepflegter Garten mit viel Unkraut. Erst beim genaueren Hinschauen sah ich die Fische im Biotop, die vielfältige Vegetation, die bunten Vögel und die vielen Schmetterlinge. Frösche habe ich leider nicht gesehen, dafür Eichhörnchen im Vogelhaus 🙂 , die quirligen Tierchen sind einfach überall.

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North York Central Library

Heute war ich in der North York Central Library und ich kam nicht mehr aus dem Staunen. Die Bibliothek ist riesig, immens; man kann dort locker Stunden verbringen. Ich glaube wenn es das nächste Mal endlos regnet, werde ich den Tag dort verbringen.

Die North York Central Library wurde im 1959 erbaut. Die Bücher, Videos, historischen Dokumente und vieles mehr, welche zum Teil in diversen Sprachen verfügbar sind, verteilen sich auf 6 Etagen und auf mehr als 15’000 Quadratmeter. Zum Glück ist alles sehr gut angeschrieben, so hat man eine Chance das zu finden, was man sucht.

Langsam kommt der Frühling

Mittlerweile gibt es keine Schneemaden mehr in der Stadt, es wird langsam wärmer. Die Leute die vorher irgendwo im Untergrund umherirrten kommen langsam aus allen Löchern an die Oberfläche. Übrigens, sehr zu meiner Beruhigung haben mir mehrere Leute bestätigt, dass sie sich im PATH regelmässig verlaufen, obwohl sie schon mehrere Jahre in Toronto leben.

Bis fast Mitte April waren am Samstag und vor allem am Sonntag die Strassen beinahe leer. Man sah nur wenige Fahrzeuge und fast keine Leute die  unterwegs waren. Mit der Wärme werden die Strassen voller, auch am Wochenende. Am Strassenrand sitzen mehr Bettler, die Strassenkünstler zeigen ihre neuen Künste und der Nathan Phillips Square wurde, nachdem das Eisfeld geschmolzen ist, von den Vögeln erobert.

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