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Toronto Marlies vs. Chicago Wolves

Toronto ist zur Zeit die einzige Stadt wo es sowohl eine Eishockeymannschaft der Liga NHL – Toronto Maple Leafs als auch eine Mannschaft der AHL – Toronto Marlies gibt.

Die Toronto Marlies haben selbstverständlich ihr eigenes Stadion 😉 , das Ricoh Coliseum. Früher hiess die Mannschaft Toronto Marlboros, um jedoch jegliche Assoziationen mit der Zigarettenmarke zu vermeiden, entschlossen sie sich den Namen anzupassen.

Leider haben die ‚Grossen‘ die Playoff-Runde nicht erreicht. Die Marlies aber zeigen den Leafs wie es gehen könnte. Sie haben einerseits die Playoffs erreicht und sind andererseits gut im Rennen. Die ersten beiden Runden sind bereits erfolgreich überstanden und nun stehen sie im Halbfinal. Heute geht’s los in der dritten Runde und dann hoffentlich so weiter bis zum Divisionssieg.

Wenn man schon die Chance hat, auch ein Spiel der zweiten Liga zu sehen, ist man fast gezwungen ein Match zu besuchen 🙂 .  Deshalb habe ich mir diese Woche Tickets für das Game Toronto Marlies vs. Chicago Wolves gekauft. Sieg für die Toronto Marlies 4:3, nach Verlängerung.

Auch bei den AHL-Spielen wird die Nationalhymne beider Mannschaften live gesungen und auch hier wird zwischendurch das Eis mit breiten Schaufeln geputzt. Ebenfalls wird das Publikum während den beiden Spielpausen unterhalten. Es ist fast das Gleiche, alles ist einfach eine oder zwei Schuhnummern kleiner.

 

Sweet home

Mitten im Zentrum, am Rande des Entertainment und des Financial Districts befindet sich mein temporäres Zuhause. Ich geniesse es den Puls des Stadtlebens hautnah zu spüren. Direkt vor meiner Nase wird zwar gebaut und eine Strasse hinter mir liegt eine Feuerwehrstation, dies alles stört mich aber kaum. Wahrscheinlich ist es fast unmöglich eine Strasse zu finden wo nicht gebaut wird. Die Stadt wächst und wächst und die Nachfrage nach Wohnungen ist seit längerer Zeit ungebrochen. Wie in anderen Metropolen ist auch hier die Wohnungsmarkt-Situation ein Dauerthema und es vergeht kaum eine Woche, wo die Preise, Kredite und Hypotheken kein Thema in den Reportagen sind.

Je mehr die Temperaturen steigen, desto intensiver lebt die Stadt; es ist wie ein ‚Revival‘. Täglich entdecke ich Neues und staune immer wieder, wie gegensätzlich die Stadt selbst ist. Es ist faszinierend, wie unterschiedlich zum Teil einzelne Strassen und Häuserreihen sind, wo was angeboten wird und wie die Menschen der einzelnen Stadtbezirke funktionieren. Am Abend bin ich von all den Eindrücken jeweils „fix und foxi“ und falle todmüde ins Bett.

Meine Wohnung, im 10. Stock, ist genau richtig in der Grösse und es gibt im Hause eine wunderschöne Dachterrasse mit einem kleinen Pool (der wird aber erst Ende Mai geöffnet) und einem Partyraum. Im Erdgeschoss steht ein ausgerüsteter Fitnessraum zur freien Verfügung. Gleich beim Hauseingang befindet sich die Rezeption die Tag und Nacht besetzt ist; sie wissen genau was hier alles läuft 😉 .

Und nun die Bilder, damit ihr euch vorstellen könnt, wo ich hause 🙂 .

Toronto Blue Jays vs. Boston Red Sox

Wenn man schon hier ist, dann muss man auch ein Baseball Spiel gesehen haben. Schliesslich sind die Toronto Blue Jays die einzige Mannschaft der MLB (Major-League-Baseball) ausserhalb der USA. Sehr praktisch für mich, neben dem Air Canada Centre und der Roy Thomson Hall ist auch das Rogers Centre, welches im Jahr 1989 eröffnet wurde, mitten im Zentrum der Stadt und ich kann auch dies bequem zu Fuss erreichen. Das Stadion ist grösser als ich gedacht habe. Ich bin einmal ums Gebäude gelaufen um zu sehen wie gross es ist – es ist sehr, sehr gross und dann ist auch noch das Renaissance Hotel direkt ans Stadion angebaut.

Das gewaltige Stadion mit seinem vollständig beweglichen Dach ermöglicht Veranstaltungen bei jedem Wetter. Das Dach lässt sich in sage und schreibe 20 Minuten öffnen und schliessen. Diesen Samstag war es etwas unsicher ob es Regen gibt und es war auch etwas kühl, weshalb das Dach geschlossen blieb. Bei Baseball-Spielen bietet das Centre für rund 52’000, bei Konzerten für rund 70’000 Zuschauer Platz. Aussen am Gebäude sind auf beiden Seiten Michael Snows Skulptur The Audience zu bewundern.

Im Unterschied zum Air Canada Centre gibt es hier keine Lifte für die oberen Etagen, da muss man sportlich hinaufsteigen 🙂 . Dafür kann man nachher einen Hot Dog (der eher kalt als warm war) mit allem drum und dran geniessen. Das Bier habe ich wegen dem Bildli gekauft – schlechter Entscheid. Eigentlich sollte ich es ja wissen, dass man nicht nur auf’s Äussere schauen soll.

Obwohl ich wirklich früh im Stadion war und überall geschaut habe, fand ich keine einzige Cheerleaderin. Sorry, diesmal gibt es keine „flotten Bildli“ 🙁 .

Am Anfang war das Spiel total interessant. Alles war neu und die Blue Jays sind sehr gut gestartet, was viel zur Stimmung beigetragen hat. Der Mittelteil dann zum gähnen langweilig und ich dachte schon, dass der Blue Jays Hoody, den ich gekauft habe, das Beste am Spiel ist. In den letzten Runden wurde es aber nochmals spannend, weil die Heimmannschaft fast die Wende geschafft hat. Der letzte Schlag war genial, nur leider konnten die Red Sox den Ball fangen und alle Spieler der Blue Jays waren „out“.

 

 

Antrag abgelehnt

Mein Antrag für die Mitgliedschaft im National Yacht Club wurde abgelehnt. Meine Idee mir ein Paddelboot zu kaufen hat nicht gereicht. Dann bleiben die Plätze halt weiterhin leer 😉 .

Queen of Soul

RoyThomsonHall

Hut ab vor Aretha Franklin. Wenn man mit 72 Jahren noch so auf der Bühne stehen, singen und tanzen kann, dann verdient man den vollen Respekt und die maximale Anerkennung!

Am Freitag hat die unangefochtene „First Lady of Soul“ in der Roy Thomson Hall für 90 Minuten das Publikum verzaubert und mit in die Welt des Souls genommen. Sie hat noch immer eine faszinierende Stimme und zwischendurch hat sie sogar ein paar kleine Tänzli aufs Parket gelegt.  Später setzte sie sich zudem ans Piano und spielte einfach göttlich. Trotz ihrer Erfahrung, hatte man das Gefühl, dass sie jede Minute geniesst die sie für die Gäste, ihre Gäste, da ist. Ihr musikalisches Repertoire beinhaltet Pop, Soul, Jazz, Rock, Blues und natürlich auch Gospel.

Ja klar, man hat gemerkt, dass sie nicht mehr zwanzig ist und ganz kurze Momente erschien sie mir sehr zerbrechlich. Aber die Frau hat es geschafft jede einzelne Person im Publikum anzusprechen und uns alle mitzureissen. Öfters hat sie sich in alle Richtungen bedankt und irgendwie fühlte man sich persönlich angesprochen.

Neben allen grossen Titeln und Auszeichnungen (18 Grammy Awards) die sie gewonnen hat, erhielt sie auch den Status „Royal“, die „Presidential Medal of Freedom“ (eine der höchsten zivilen Auszeichnungen in den USA) überreicht durch George W. Bush, die „National Medal of Arts“ (in den USA die bedeutendste Auszeichnung für Künstler) überreicht von Bill Clinton und zwölf Ehrendoktortitel und und und. Meine Güte, was soll man da noch sagen, Respect! Ihr „Star on the Hollywood Walk of Fame“ müsste eigentlich grösser sein. Das alles erscheint beinahe unmenschlich, aber es gibt da etwas; sie hat extreme Flugangst und das war auch der Grund warum sie hauptsächlich in Amerika blieb und die Reisen zum Beispiel nach Europa sehr selten waren.

Zu meinem Erstaunen hat Aretha Franklin mit der Band auch den Ohrwurm Happy gesungen. Was für ein Abend!

Fotografieren war leider strengstens verboten, was ich durchaus verstehe. Deshalb gibt es nur ein paar Bilder der modernen Konzerthalle Roy Thomson Hall mit ihrem Glasdesign. Bemerkenswert ist, das die ausgeklügelte Architektur es möglich macht, dass kein Zuschauer mehr als 30 Meter von der Bühne entfernt sitzt und so sogar eher klein aussieht.

Toronto Raptors vs. Milwaukee Bucks

Toronto_Raptors_logo.svgAm Montag fand das letzte Heimspiel der Raptors in der regulären Saison statt. Das durfte ich natürlich nicht verpassen.

Für alle die mit „Raptors“ nichts anfangen können, wie ich bis vor kurzem, anbei ein paar kurze Worte. Die Toronto Raptors sind ein kanadisches Basketballteam der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA (National Basketball Association). Ihre Heimspiele tragen sie seit 1999 im Air Canada Centre aus (gleiches Zentrum, gleiche Halle wie bei den Eishockey-Spielen).

Die Show war wiederum gigantisch. Bei der Eröffnung rote Feuerbälle, das quirlige Maskottchen in x-facher Ausführung,  Tänzerinnen in knappen Röckchen und Rap-Songs in voller Lautstärke. Kurz vor Spielbeginn dann natürlich auch die Hymne der USA und von Canada live gesungen – „das ging voll unter die Haut“.

Es war spannend das ganze Drumherum und man wusste gar nicht wo man hinschauen soll. Die ersten drei Viertel fand ich persönlich nicht berauschend. Abwechselnd ging es in die eine, dann die andere Richtung und die Treffsicherheit der Bucks war einiges geringer als die der Raptors. Zeitweise lagen die Raptors bis zu 22 Punkte voraus. Wobei ich gelernt habe, dass jeder Treffer in den Korb aus dem Spiel je nach Entfernung zwei oder drei Punkte und ein getroffener Freiwurf in Folge einer Strafe einen Punkt zählt, wobei je nach Strafe 1 oder 2 Freiwürfe geworfen werden dürfen.

Das letzte Viertel hatte es in sich und zeitweise kamen die Bucks den Raptors gefährlich nahe. Das Spiel war in keiner Weise vorhersehbar, es gab einige Fehlwürfe und -pässe, viele Strafen und soviel ich mitbekommen habe, war das Kontingent an Austauschspielern auch ausgeschöpft. Zeitweise wurde ich richtig nervös, schliesslich wollte ich einen Sieg der Heimspieler sehen.

Sie haben es geschafft das Spiel mit 110:100 zu gewinnen. Zudem haben die Raptors ihren eigenen Rekord von 47 Saisonsiegen um einen Sieg übertroffen und natürlich haben sie auch die Playoffs erreicht. Sollten sie im Final spielen, dann glaube ich, muss ich nochmals hingehen und versuchen einen Platz etwas weiter vorne zu ergattern.

Toronto … was sonst

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Das ist die Flagge von Toronto, welche die beiden Türme des Rathauses (City Hall) und den blauen Himmel in Form eines T, für Toronto, darstellt. Natürlich darf auch hier das Nationalsymbol, das Ahornblatt, nicht fehlen. In der Zwischenzeit habe ich auch gelernt wie man Toronto richtig ausspricht, denn Toronto ist nicht einfach Toronto!

Früher, viel früher, hiess Toronto „York“. Zur besseren Unterscheidung von New York, wurde die Stadt in Toronto umbenannt. Warum Toronto so heisst wissen die Einheimischen, die ich gefragt habe, nicht. Wahrscheinlich ist das nicht so interessant, wir fragen uns ja schliesslich auch nicht, warum Zürich – Zürich heisst.

Catchy song

… ich kriege das Ding nicht mehr aus den Ohren … 😉

Der Song „Happy“ von Pharrell Williams läuft hier überall, in den Shopping-Zentren, in den TV-Werbungen, sogar beim Hockey-Game und und und.

Wahrscheinlich würde ich ja Ärger mit irgend welchen Kontrollstellen kriegen, wenn ich Euch den Song hier zur Verfügung stellen würde. Aber ich habe eine Webseite gefunden 😮  … und darum kann ich Euch ohne schlechtes Gewissen wenigstens einen Teil des Songs vorstellen.

http://www.marketmenot.com/beats-by-dre-pharrell-williams-happy-commercial/

Have fun and be happy 🙂

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