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Goodbye my love

DSC02067Heute musste ich nochmals goodbye sagen; goodbye mein Schätzli… jetzt geht es wieder alleine weiter mit der Entdeckungstour in und um Toronto. Aber auch für mich nähert sich das Ende langsam… nur daran will ich noch gar nicht denken.

Danke es war schön „mein Toronto“ mit Dir zu teilen. Goodbye, see you soon.

Zoooooo

Im Nordosten der Stadt liegt der riesige Zoo von Toronto. Mit den öffentlichen Verkehrsmittel haben wir vom Stadtzentrum rund 1.5 Stunden gebraucht um ihn zu erreichen. Dies war aber absolut kein Problem, denn einerseits war es eine abwechslungsreiche Fahrt und andererseits war der Besuch im Zoo es wert.

Mit rund 5000 Tieren auf einer Fläche von knapp 290 Hektaren und etwas mehr als 10km Spazierwegen gehört der Toronto Zoo zu einem der grössten der Welt. Wie auch in der Stadt, wird hier munter weitergebaut und die Anlage stetig ausgebaut. Anders als die Zoos die ich kenne, ist der von Toronto in Erdteile und Länder aufgeteilt.

Von 2013 bis 2018 sind im Zoo zwei Riesenpandas zu bewundern, sie sind eine Leihgabe von China. Nach dem Aufenthalt in Ontario verbleiben die Beiden weitere 5 Jahre in Calgary bevor sie dann wieder zurück nach China transportiert werden. Natürlich hofft der Zoo auf Nachwuchs, doch leider will der männliche Panda noch nichts von Frauen wissen 😮 , sodass die Dame künstlich befruchtet werden musste. Gemäss Presse soll das Pandababy Ende August oder im September zur Welt kommen. Scheinbar ist es sehr schwierig herauszufinden, ob die Dame schwanger ist, denn das Baby kann erst 18 Tage vor der Geburt per Ultraschall gesehen werden. Ein Pandababy wiegt übrigens bei der Geburt nur rund 200 Gramm.

Nun aber Schluss mit Text, jetzt müssen Bilder her … 🙂 . Zuerst zwei kleine Filmli und dann die Fotos.

Viel Spass mit den Videos … :

Riesenpanda

Otter

… und den Fotos:

 

Toronto Islands zum zweiten

Weil es uns so gut gefallen hat und weil es so schönes Wetter war, sind wir noch einmal mit der Fähre zu den Inseln gefahren. Sie sind und bleiben ein Traum und sie liegen so nahe bei der Stadt und sind extrem einfach zu erreichen.

Vom Toronto Ferry Terminal kann man mit der Fähre entweder zur westlichsten Insel Hanlan’s Point (wo auch der Billy Bishop Toronto City Airport liegt), zu den Centre Island oder den Ward’s Island, die östlichsten, fahren. Die Fahrten dauern jeweils rund 10 Minuten. Die Inseln sind insgesamt etwas mehr als 10km lang und rund 325ha gross. Ausser dem Airport Areal sind sie ein grosser Park mit kleinen Seen und Wäldchen, weitläufigen Rasenflächen, Stränden, Restaurants und Vergnügungseinrichtungen. Auf den Inseln ist es ruhig, sehr ruhig, da sie für den motorisierten Individualverkehr gesperrt sind. Viele Leute kommen mit Sack und Pack hierher und geniessen ein Picknick mit der Familie oder Freunden. Aber auch hier ist Alkohol nur in ganz bestimmten Zonen von lizenzierten Restaurants erlaubt.

Die Inseln sind übrigens sehr praktisch für den Hafen von Toronto, da sie ihn abschirmen. Von der Terrasse des Restaurants  auf Centre Island hat man bis spätabends einen ungetrübten Blick auf die Downtown Skyline.

Auf den Ward’s Island gibt es sogar ein Dorf mit mehreren hundert Bewohnern. Scheinbar leben einige Familien schon seit über 100 Jahren hier, andere sind Grossstadtflüchtlinge. Diese Leute haben bestimmt eine Vorliebe für Alternatives – ein Leben ohne Autos, Kriminalität und ohne Stress – dafür nehmen sie alle Nachteile in Kauf, den auf der Insel gibt es keine Geschäfte, keine Schulen etc.

Beyonce and Jay Z

Letztes Mal bin ich zu einem Blue Jays Spiel ins Rogers Centre gegangen, diesmal gingen wir wegen dem Konzert von Beyonce and Jay Z. Wir waren auf den Mix von Beyonces sanften Klängen mit denen des Rappers Jay Z gespannt.

Das Stadion war glaube ich bis auf den hintersten und letzten Platz ausverkauft. Gigantisch die Masse, aber auch diesmal haben es alle eher gemütlich genommen und sind relativ knapp oder sogar zu spät gekommen. Auch sind die Zuschauer dann während dem Konzert mal schnell Pizza und Bier holen gegangen. Für uns ein absolutes Novum und unverständlich.

Zu Beginn des Konzertes dachten wir, wir seien am falschen Ort, denn die Show ähnelte eher einem Kinofilm. Die Show phänomenal, mit echtem Feuer auf der Bühne und auch im Zentrum des Stadiums in etwas 20 Meter Höhe mitten im Zuschauerbereich. Die Lautstärke total übertrieben, sodass sich alles überschlagen hat. Wir haben zwar einige Songs erkannt, aber der Sound ging oft im Gekreische der Besucherinnen und den Pfiffen der Besucher unter, vor allem dann wenn Beyonce mit dem Füdeli gewackelt hat.

Na ja, das Konzert hat die Erwartungen in vielerlei Hinsicht überhaupt nicht erfüllt und so haben wir doch tatsächlich frühzeitig das Stadion verlassen. Uns haben noch am nächsten Tag die Ohren gebrummt … Tja und Ohropax ist hier überhaupt kein Thema. Aber vielleicht sind wir ja auch „zu alt“ für solche Klänge 😉 .

Dennoch, anbei ein paar Impressionen:

Es gibt etwas zu feiern

Zur Feier des Tages war ein ausgedehnter Brunch im Café sen5e geplant. Leider genügt aber ein Geburtstag nicht, es hätte ein Samstag oder Sonntag sein müssen. Kein Problem, Segler haben immer einen Plan B.

Fabio hat doch etwas von Cora gesagt, dort soll es gutes und erst noch gesundes Zeug geben 🙂 . Gedacht – getan und auch ohne lange zu warten wurden wir an einen Tisch geführt. Tja und was entdecke ich da auf der Menükarte, Seventh of July! Warum um Himmels Willen gibt es dieses Menu? Das wusste der Kellner auch nicht, dafür habe ich einen Birthday-birdie mit Wunderkerze bekommen. Konsti, natürlich haben wir auch auf dein Wohl getrunken.

Danke Fabio für den Tipp, das Frühstück hat prima geschmeckt.

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Gross – grösser – Niagara

Am Morgen dachte ich noch: „gehen wir mal Wasserfälle gucken“, am Nachmittag war ich dann ganz ruhig und musste mich, vor lauter Staunen, beherrschen  den Mund geschlossen zu halten. AMAZING! Die Bilder die ich vorher gesehen habe, waren echt bewundernswert, aber wenn man das Wunder live sieht … … ja, das ist dann eine andere Geschichte.

Eigentlich wollten wir am Nachmittag noch ein Weingut besuchen, aber dieses Vorhaben fiel buchstäblich ins Wasser. Man kann nicht einfach da hin, kurz die Wasserfälle anschauen, ein Foto schiessen und dann wieder gehen. Nein, dieses Naturspektakel muss man einfach geniessen. Zum Glück waren wir früh da, so mussten wir, ausser einmal, kaum anstehen.

Die Auflistung der Fakten über Höhe, Wassermenge und so weiter lasse ich sein … Google kann fast alles beantworten  … und die Bilder sind sowieso schöner.

 

Distillery Historic District

Ganz am Anfang meiner Reise besuchten wir den Distillery Historic District und mittlerweile war ich auch schon 3 oder 4 mal da. Also höchste Zeit darüber zu berichten und einige Fotos zu zeigen.

1830 gründeten die Stiefbrüder James Worts und William Gooderham am Hafen die Brennerei Gooderham and Worts. Hergestellt wurden Spirituosen und Frostschutzmittel; und ich habe gedacht Alkohol reicht als Frostschutzmittel 😉 . In den 1860er Jahren war sie die weltweit grösste Whiskeybrennerei und auch die grösste Brennerei Kanadas. Mit der Deindustrialisierung im späten 20. Jahrhundert nahm die Produktion ab und so wurde die Brennerei 1990 geschlossen und das Areal in eine Fussgängerzone umgewandelt. Viele der damaligen Backsteingebäude wurden restauriert und werden nun als Galerien, Museen, Boutiquen sowie Restaurants und Cafés genutzt. Heute gibt es in diesem Quartier keine Brennerei mehr, dafür eine Bierbrauerei namens Mill Street Brewery, deren Biere wir natürlich auch degustieren mussten. Das Areal mit der rotziegeligen Kulisse ist ebenfalls ein beliebter Platz für Filmaufnahmen, aber das sind wir uns ja schon gewohnt.

Das „Bügeleisen“ oder Gooderham Building (das meist fotografierte Haus in Toronto) welches ich früher schon erwähnt habe, wurde eben nach diesem William Godderham benannt.

O Canada

Am 1. Juli feierten wir den Canada Day und natürlich haben wir kräftig mitgesungen 🙂 .

O Canada! Our home and native land!
True patriot love in all thy sons command.
With glowing hearts we see thee rise,
The True North strong and free!
From far and wide, O Canada,
We stand on guard for thee.
God keep our land glorious and free!
O Canada, we stand on guard for thee.
O Canada, we stand on guard for thee.

Am Abend haben wir dann im Woodbine Beach Park mitgefeiert und das Feuerwerk bestaunt. Ehrlich gesagt, wir haben ein längeres und imposanteres Feuerwerk erwartet. Ich glaube ich lade die Verantwortlichen einmal nach Ascona ein 🙂 .

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Goodbye Nova Scotia

Am letzten Tag in Nova Scotia, oder präziser ausgedrückt in Halifax, besuchen wir das Marine-Museum. Es ist beinahe erdrückend welche Schicksalsschläge die Stadt erleiden musste. Anfangs brachte jeder Krieg (amerikanische Unabhängigkeitskrieg, erster Weltkrieg und weitere) einen Aufschwung für die Stadt, doch dann das folgenschwerste Ereignis. Anfangs des 20sten Jahrhunderts explodierte, nach einem Zusammenstoss, ein französisches Munitionsschiff im Hafenbecken und forderte über 2’000 Menschenleben, vor allem Kinder die das brennende Schiff sehen wollten. Zudem gab es über 9’000 Verletzte und beinahe der ganze nördliche Teil der Stadt wurde zerstört. Das Militär richtete Notspitäler und provisorische Unterkünfte ein. Kaum zu glauben, aber am Tag nach der Katastrophe traf ein Blizzard die Stadt, so dass die Rettungs- und Aufräummassnahmen stark behindert wurden und die Menschen nun auch noch mit der klirrenden Kälte kämpfen mussten.

In der Ausstellung erfahren wir auch, dass es wegen der zerklüfteten Küste und dem unberechenbaren Wetter rund um Halifax einen regelrechten Schiffsfriedhof gibt und Nova Scotia die grösste Sammlung von Schiffswracks in Nordamerika hat. Ich kann mich nicht mehr genau erinnern wie viele hundert gesunkene Schiffe es in dieser Region gibt, das wohl bekannteste von ihnen ist die Titanic. Übrigens die Titanic-Katastrophe ereignete sich nur rund 5 Jahre vor der Halifax-Explosion.

Am Nachmittag ist es Zeit für etwas leichtere Kost. Der wunderschöne Park The Public Gardens ist genau das Richtige dafür. Was für ein fantastischer Park mit Rosenbeeten, Teichen, alten Bäumen und Gänse denen es offensichtlich sehr gut geht.

Zum Schluss treffen wir am Hafen noch auf die Privateers Wharf. Die Privateers waren keine Piraten, sondern Freibeuter die mit Lizenz der englischen Krone Schiffe kaperten und deren Fracht beschlagnahmten. Die Ladung wurde dann versteigert und der Erlös zwischen dem englischen König, den Behörden und den Privateer-Schiffseignern aufgeteilt. So einfach geht das 😉 .

Interessant war es in Halifax und am Ende waren wir überzeugt, dass sich der Ausflug in diese Stadt durchaus gelohnt hat. Nun geht es zurück in unseren „Heimathafen Toronto“.

Halifax – Dartmouth – Halifax

Weiter geht es mit unserer Entdeckungstour in und um Halifax. Als erstes entschliessen wir uns mit der Fähre nach Dartmouth zu fahren, die Schwesterstadt von Halifax, die gegenüber der Hafenbucht liegt. Dies ist glaube ich die kürzeste Fahrt mit einer Fähre die wir je gemacht haben, die Überfahrt dauert nur circa 10 Minuten.

Dartmouth ist klein, sauber und beinahe menschenleer. Kaum zu glauben, dass hier einmal der Sitz einer Walfangfirma war, welche Kerzen, Seife und Tran produzierte. 😮 Tran! Du meine Güte – pfui pfui pfui – allein der Gedanke weckt „grusige“ Kindheitserinnerungen 🙁 die vergessen wir ganz schnell wieder. Wir schlendern durch die Gassen und finden eine der steilsten Strassen die wir je gesehen haben, ansonsten ist es „nett“ und ruhig. Da wir, ausser Starbucks, kein geöffnetes Kaffee oder Restaurant mit Garten finden, entschliessen wir uns wieder zurück nach Halifax zu schippern.

Es ist ein herrlicher Tag mit stahlblauem Himmel. Trotz hohen Temperaturen erklimmen wir den grünen Hügel von Halifax zur Old Town Clock vor der Zitadelle. Die Uhr ist ein haligonisches Wahrzeichen welches Prince Edward, Herzog von Kent, erbauen liess. Von hier oben hat man eine fantastische Aussicht auf die ganze Stadt. Viele junge Leute haben sich auf der Wiese versammelt, diskutieren, sonnen sich oder üben Saltos und andere Kunststücke.

Als wir weiter durch die Stadt schlendern fällt uns auf, wie viele Pubs, Jazzclubs, Bistros und Restaurants es hier gibt, das ist ja beinahe wie in der Schweiz 😉 . Eine weitere Kuriosität ist, dass die Autos hier in Nova Scotia nur Nummernschilder hinten am Auto haben, es gibt kein Auto mit zwei Schildern – hier gibt es wohl keine Radarfallen?

Übrigens, die Haligonians sind richtige Military Tattoo Fans. Seit mehr als dreissig Jahren findet in der Stadt die Parade jährlich statt. Wer also einmal nicht nach Edinburgh oder Basel möchte, kann die Parade auch in Halifax geniessen.

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